Keiner mag Heulsusen: Protagonistinnen in der ewigen Opferrolle

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Loading Likes... Es gibt da ein Phänomen dass mich bei Büchern schon immer gestört hat. Egal wie alt ich war, welches Buch ich gelesen habe, in welcher Stimmung ich war. Diese eine Sache, konnte mich zur Weißglut treiben: Protagonistinnen in der Opferrolle. Dabei meine ich, dass die Haupperson gerade einen Schicksalsschlag hinter sich hat und deshalb ein wenig depressiv ist. Ich meine auch nicht den großen Liebeskummer, denn es praktisch in fast jedem Buch gibt (und auch irgendwie geben muss). Was mich störrt, ist eine bestimmte Art Charakter: Das Mädchen das von Anfang an zu schüchtern ist. Zu ängstlich. Gemobbt wird. Alles Pech der Welt anzieht. Dieses Mädchen, dem ich am liebesten ins Gesicht schreien würde: „Änder doch endlich mal etwas!“. Klar, wird aus einem schwachen Charakter, nicht mal eben eine starke Person. Aber sich andauernd selbst bemitleiden hilft einerseits nicht weiter und nervt den Leser irgendwann nur noch. Das erstemal hatte ich dieses Gefühl bei Bella aus der Twilight-Reihe. Für mich ist sie eine ganz extreme Ausformung dieses Phänomens, denn egal wie schüchtern und unsicher sie ist, überrschenderweise stehen praktisch alle Jungen auf sie. Das ist neben bei gesagt, auch so eine interessante Sache: Egal wie unscheinbar und weinerlich das Mädchen ist, der heiße Typ steht immer auf sie. Und meistens noch ein paar andere, denn der heiße Typ muss ja eifersüchtig werden. Mir ist bewusst, dass gerade am Anfang des Buches, die Hauptpersonen mal schlechte Phasen durchmachen müssen. Und sie dürfen wirklich auch gerne mal schwach sein und sich hängen lassen. Das ist schließlich menschlich und macht sie sympathischer. Aber bitte, liebe Autoren, lasst eure Hauptpersonen eine Entwicklung durchmachen. Lasst sie reifer werden und mutiger. Eben heldenhaft. Ich persönlich bin und werde immer ein Fan von starken Frauen bleiben. Egal ob in Büchern oder Filmen, oder eben auch im wahren Leben. Mögt ihr starke Protagonistinnen genau so gern wie ich? Oder habt ihr eine andere Meinung?

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4 Kommentare

  1. Hi,

    ich fand aber schon das Bella eine Entwicklung hatte. Gerade im Vergleich vom 1. zum 4. Teil. Okay, bin auch ein riesen Twilight-Fan.

    Vom Grundprinzip verstehe ich deine Meinung total,denn mich wundert es auch jedes mal aufs Neue, dass genau dieser Typ Frau immer die tollsten Männer bekommen. Aber das ist ja das tolle an den Geschichten, nichts ist unmöglich.

    Lg
    Steffi

    • Ich glaube Twilight wurde einfach zu sehr gehypet und dadurch hatte ich zu hohe Erwartungen.
      Das stimmt, es ist echt nichts unmöglich. Ansonsten würden wohl 90 Porzent der Geschichten gar nicht erst funktionieren, also hat es auch gute Seiten. Trotzdem finde ich dass Autoren da nicht übertreiben dürfen, für mich müssen Charaktere einfach realistisch sein :).
      LG

  2. Hallo Alex 🙂

    Ein wirklich schöner Artikel für deine Kolumne und ich kann dir in vielen Punkten zustimmen. Ich finde es auch faszinierend, dass immer alle Typen auf die schüchternen, weinerlichen Mädchen abfahren. Im wahren Leben läuft da wohl einiges anders 😀 Wie du bin ich deshalb auch ein Fan von starken Protagonistinnen und mag es, wenn sie sich behaupten können.

    Liebe Grüße
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Facebook)

    • Hi Lisa :),
      Ich frag mich nur wie es kommt dass so viele Autoren auf die Idee kommen die weinerliche Hauptperson für alle Typen unwiderstehlich zu machen.
      Starke Hauptcharaktere sind und bleiben einfach am schönsten zu lesen :). Auch wenn ich davon in letzter Zeit leider sehr wenige gesehen habe…
      LG Alex

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