Phantomliebe von Tanja Voosen

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Fen wollte doch eigentlich nur mal eben auf die angesehenste Halloweenparty der Schule gehen und einen Laptop klauen. Dass sie dabei über ihren ehemaligen Schwarm Cliff und seinen mehr als gut aussehenden Bruder Sage stoplert, war nicht geplant. Ebensowenig wollte sie in einen Bannkreis laufen und Dämonen und Exorzisten kennen lernen. Bald hat sie aber keine Wahl mehr als kopfüber als in die Welt des Übernatürlichen einzutauchen.

 

 

POSITIV

Als ich den Klappentext damals durchgelesen habe, musste ich sofort an Supernatural denken (und wie andere Rezensionen zeigen, war ich da wohl nicht die einzige). Ich dachte Sage und Cliff wären wie die Winchester-Brüder und würden als Familie durch das Land ziehen um Dämonen zu jagen. Das war nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Das Buch konnte hier mit so einigen Überraschungen aufwarten. Den die Exorzisten oder Crusade wie sie sich nennen, sind anders, als alles was ich bisher gesehen habe. Es geht mehr um eine Art Geheimbund und einer Vereinigung von Familien.

Aber nicht nur in dieser Hinsicht konnte „Phantomliebe“ mit so einigem Unvorhersehbarem aufwarten. Die gesamte Geschichte an sich entwickelt sich ziemlich außergewöhnlich. Man kann sich zwar den Grundriss vorstellen, immerhin ist es ein klassisches Romantasy Buch, aber trotzdem sieht man praktisch rein gar nichts kommen. Die Geschichte ist absolut originell und spannend geschrieben.

Quelle: Impress Verlag

Dazu kommt das wir eine untypische Heldin haben, denn Fen ist so richtig schön untypisch. Einerseits ist sie mutig, aber gerade am Anfang muss sie auch erst einmal lernen mit der Situation umzugehen. Trotzdem ist sie frech und eigen, eben einfach eine Hauptperson die man sofort mag und sympatisch findet. Auch eine kleine Charakterentwicklung ist gegeben, die aber angesichts der Handlung genügt hat.

Ähnlich erging es mir mit Sage, der sich als erstaunlich vielschichtig herausstellt und dadurch auch von den klassischen Charaktertypen abweicht. Ihn schließt man schon recht bald ins Herz. Genau umgekehrt erging es mir dafür mit Cliff. Die Nebencharaktere sind auch schön und ausgefeilt gestaltet. Keiner ist oberflächlich geraten im Gegenteil, im Laufe der Geschichte lernt man immer wieder neue Seiten kennen.

Und natürlich fehlt auch eine Dreiecksbeziehung nicht. Zwar ist es eigentlich keine Dreiecksbeziehung im herkömmlichen Sinne, aber trotzdem fand ich sie Klasse. Denn auch diese weicht von den klassischen Mustern ab und sogt für noch mehr Überraschungen.

Der Schreibstil ist recht angenehm, aber nichts außergewöhnliches. Mit dem richtigen Tempo hat die Autorin dafür aber sehr viel Geschick bewiesen, denn man kann das Buch praktisch nicht weglegen. Es passiert genügend, um den Leser zu fesseln, aber nicht zu viel auf einmal.

 

 

NEGATIV

Negativ kann ich eigentlich so gut wie gar nichts anmerken. Schade fand ich dass es sich bei dem Buch um einen Einzelband handelt. Zwischendrin hat es sich für mich nämlich wie der Auftakt einer Reihe angefühlt.

 

 


FAZIT

Ein absolut gelungenes Buch. Es hat alles was ein klassisches Romantasy Werk braucht, schafft es aber trotzdem zu überraschen und mit Originalität zu punkten. Der einzige Minuspunkt ist die Tatsache das es sich um ein Einzelbuch handelt.


 

 

WEITERE REZENSENTEN

Mietes Bücherecke | 5 von 5 Sterne
Nenyas Tintenwunderland | 5 von 5 Sterne

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