After Work von Simona Ahrnstedt (Abgebrochen)

After Work von Simona Ahrnstedt (Abgebrochen)

Doof gelaufen für Lexia. An einem Abend lernt sie noch einen netten Typen in einer Bar kennen und kotzt sich so richti schön bei ihm aus. Am nächsten Morgen stellt sich dann heraus dass der Unbekannte ihr neuer Chef ist. Und sie hatte sich definitiv nicht von ihrere besten Seite gezeigt…

Vielen Dank an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar! 


POSITIV

Insgesamt kann man sagen dass die Autorin einen sehr schönen und angenehmen Schreibstil hat. Das Tempo ist ebenfalls sehr gut gelungen, lediglich einige Stellen sind etwas langatmig geworden.

Die Charaktere sind an sich schön geraten: Lexia, die etwas zu dick ist und darunter leidet. Dazu kommt eine Mutter, bei der es nur ums Äußere geht und eine durchgeknallte beste Freundin. Adam ist erfolgreicher Geschäftsmann und möchte endlich noch einen Schritt weiter auf der Karriereleiter voran kommen. Dafür macht er nahezu alles, was sein Chef verlangt, sogar jemanden feuern damit ein Posten für die Tochter seines Vorgesetzten frei wird. Während die Protagonistin mir sofort symapthisch war, konnte ich mit Adam weniger anfangen. 


NEGATIV

Und damit sind wir auch schon bei den Nebencharakteren angelangt. Lexias Kollegen sind die gesamte Zeit auf das perfekte Äußere fixiert, worunter unsere Hauptperson natürlich leidet. Ich fand es nur leider nicht sehr unrealistisch, wie extrem die Menschen auf perfekte Maße abfahren, dazu kommt außerdem immer mal wieder helle Hautfarbe und blonde Haare. Das jeder einen anderen Typ bevorzugt, ließ die Autorin komplett außer Acht. Insgesamt hätte ich mir für alle Charaktere, auch für die Protagonisten mehr Facetten gewünscht. 

Richtig schlimm fand ich dass einfach ewig lange nichts passiert. Die Spannung nimmt einfach in der Mitte der Geschichte ab und das macht das Weiterlesen ziemlich schwer. Dazu kommt, dass die Geschichte alles anderes als Orginell ist, denn man kann die gesamte Handlung vorher erahnen.

Quelle: Lübbe Verlag

Als die beiden sich dann endich das erste Mal auf einander einlassen, fand ich das auch etwas komisch, denn kurz vorher waren die beiden auf einer Beerdigung (hoffentlich Spoiler ich euch damit nicht zu sehr). Der Anlass ist also alles andere als normal. Die Unsicherheiten von Lexia sind natürlich mit einem Mal komplett Vergessen. Darauf hätte man allgemein gerne mehr eingehen können. Mir ist auch immer noch nicht klar, inwiefern Lexia übergewichtig ist. Reden wir hier von 5 Kilos zu viel oder vielleicht doch mehr? Das wäre wirklich schön zu Wissen gewesen. Die Message ist gut, leider mangelt es einfach an der Umsetzung.

Weshalb Adam und Lexia sich verlieben versteht ich auch nicht so ganz. Bis auf wenige Passagen reden sie eigentlich kaum bis gar nicht miteinander, wenn dann muss einer sich für etwas entschuldigen. Die Autorin ruft ununterbrochen Szenarien hervor, damit die beiden auf Unstimmigkeiten treffen, sich im Idealfall streiten und sich dann wieder versöhnen. Das ganze wirkt einfach zu gezwungen.

  


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FAZIT

Ein Buch mit einer sehr schönen Message, dem es aber leider sehr an der Ausarbeitung mangelt. Dazu kommt eine insgesamt langatmig und sich wiederholende Handlung, bei der mir nicht so klar wird, weshalb sich Adam und Lexia überhaupt ineinander verliebt haben.

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WEITERE REZENSENTEN

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Endlose Seiten | 4 von 5 Sterne

   

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3 Kommentare

  1. 21. Mai 2018 / 20:47

    Hallo Alex,

    ich habe gerade deinen Kommentar zu meiner Rezension entdeckt und musste daher direkt mal deine Rezension lesen. Viel verpasst hast du nicht damit, nicht zuende gelesen zu haben. Die Message wurde am Ende nochmal toll aufgegriffen, aber wodurch einfach nicht klar ist, wie Lexia aussieht, finde ich es schwierig einzuschätzen, ob sie die richtige ist, die Botschaft zu vermitteln, ob sie quasi glaubwürdig ist oder eigentlich der Norm entspricht und sie selbst sich nur ander sieht… schwierig.
    Viele Grüße
    Anja

    • Alex
      Autor
      21. Mai 2018 / 22:20

      Hi Anja,
      danke für den Gegenbesuch! 😉
      Ich versteh ehrlich gesagt nicht, weshalb die Autorin soetwas wichtiges vergessen hat. Immerhin hat sie das Thema ja so oft angesprochen und Lexia eben so oft über ihre Figur nachdenken lassen.
      Gut zu wissen dass ich nichts verpasst habe.
      Viele Grüße
      Alex

      • Anja
        28. Mai 2018 / 22:58

        Huhu nochmal,
        vielleicht war das Ziel der Autorin – da es ja darum geht, dass jeder schön ist, egal wie viel er wiegt, sollte uns ja egal sein, wie Lexia wirklich aussieht. Ist es aber einfach nicht 😀 Schon allein weil die Beschreibungen so unterschiedlich sind, auch wenn Adam über sie nachdenkt, verschiebt sich der Eindruck immer wieder.
        Irgendwo im Text steht mal, in Stockholm gilt eine Frau mit Größe 40 schon als dick. Aber meinte sie damit sich selbst? Das wäre dann ein ziemlicher Witz…
        Lieben Gruß
        Anja

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