Im Dunkel der See von Johanna Danninger oder zu viel Protagonistin, zu wenig Geschichte

Im Dunkel der See von Johanna Danninger oder  zu viel Protagonistin, zu wenig Geschichte

Jay ist eine wahre Rebellin, so etwas wie anpassen und unterordnen kennt sie nicht. Kein Wunder, immerhin ist sie in einem Waisenhaus aufgewachsen. Ihr Leben erfährt aber eine maßgeben Wendung als sie von einer Fremden ein Amluett geschenkt bekommt, denn sie kann es nicht mehr abnehmen! Und ehe sie sich versieht befindet sich Jay in einer anderen Welt, umringt von übernatürlichen Agenten und gejagt von dem roten Orden. Als wäre dass noch nicht schlimm genug, muss sie sich außerdem noch mit ihrem Aufpasser herumschlagen: Lee der alle Menschen für schwach hälte und in Jay sieht er da keine Ausnahme.

Danke an Netgalley und den Impress Verlag für das Rezensionsexemplar!*



REZENSION

Zu viel Protagonistin

Jay ist eine kleine Rebellin. Sowohl in der Schule als auch daheim im Waisenhaus, Anpassen und Untertauchen gehört nicht zu ihren Stärken. Gleichzeitig ist sie aber klug genug alles für ihr Abitur zu geben und außerdem noch Geld für ihre Zukunft zu sparen. Am Anfang fand ich sie deshalb total sympathisch. Intelligente Außenseiterin klang für mich nach der perfekte Protagonistin für das Buch. Auch dass sie es geschafft, sich gegen ihren späteren Teampartner im Kampf zu beweisen, fand ich klasse.

Leider ließ diese Begeisterung im Verlauf des Buches sehr schnell nach. Bereits nach wenigen Kapitel erscheint Jay einfach nur noch wie ein kleines Kind, dass sich einfach nicht unter ordnen will. Dass sie dabei mehrfach das Leben anderer gefährdet ist ihr egal. Noch dazu wird sie für ihr kindisches Verhalten belohnt, weil ja Gott sei Dank immer alles gut ausgeht. Den Großteil des Buches hält sie die Anderswelt für etwas Ausgedachtes und denkt sie sei in einer Sekte gelandet und das obwohl sie mehrfach Beweise dafür gesehen hat. Deshalb versucht sie auszubrechen, und das obwohl sie nur durch ein Portal nach Hause kommt (dass sie ja verleumdet) und dazu auch noch nicht weiß wo sie ist. Außerdem schleppt sie das gesamte Buch über, ihr Handy mit sich herum und wundert sich dann dass sie via GPS geortet wird. Da fragt man sich schon, ob sie es einfach nicht einsehen will oder schlichtweg dumm ist. 

Ich persönlich war einfach nur genervt von ihr. Weshalb sie die Auserwählte sein soll, kann ich absolut nicht nachvollzuzuiehen.

Zu wenig Geschichte

Die Geschichte an sich verläuft sehr klassisch: Mädchen wird auserwählt und muss die Welt retten. Mit Überraschungen darf man wirklich nicht rechnen. Da die Geschichte sehr zäh und langatmig ist, kommt auch keine Spannung auf. 

Ich dachte nachdem Klappentext, dass Jay in eine andere Welt gerät, die so gany anders ist als unsere. EIne Welt in der der Leser eintauchen kann. Stattdessen bekommt man einen Haufen Klischees über diverse Fabelwesen, die alle irgendwie zusammengepresst wurden. Eine einzigartige, magische Welt gibt es also nicht. Außerdem gibt es einge Stellen, die einfach nur unglaubwürdig erscheinen. Beispielsweise gibt es in der Kantine an einem Tag nur Essen, dass es in unserer Welt nicht gibt und der Koch regt sich sogar über die „menschlichen Speisen“ auf. Am nächsten Tag gibt es dann auf einmal Pommes. Außerdem wird Jay, kurz nachdem sie von der Anderswelt erfährt, allein gelassen, dass die anderen sich umziehen wollen. Dass Jay natürlich sofort die Flucht ergreift, hätten sie nun aber wirklich ahnen können.

Nur der Schreibstil kann überzeugen

Insgesamt seht ihr also schon, das Buch konnte bei mir überhaupt nicht punkten. Lediglich der Schreibstil konnte überzeugen, die Autorin schreibt nämlich sehr unterhaltsam. Da war sogar der ein oder andere kleine Schmunzler dabei.



BEWERTUNG

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